Big_Muff_neu

BIG MUFF – Ein Klassiker, oder muffig wie eine DDR Schrankwand?

Carlos Santana, Pink Floyd, Sonic Youth, Nirvana, The Black Keys, Wolfmother… die Liste könnte man unendlich weiterführen. All diese großen Künstler hatten den Big Muff in ihrem Setup, doch was ist das besondere an diesem eigentlich recht simplen Pedal?


,,Sch**ß drauf, wenn es mir nicht gefällt dann verkauf ich es halt wieder” habe ich mir gedacht und beim Onlinehändler meines Vertrauens bestellt. Teuer ist es im Vergleich zu anderen Pedalen auch nicht wirklich. Paket angekommen, ausgepackt, Kabel rein und erster Eindruck: Irritation. Als ich Gitarre spielen anfing, das war noch damals als Nu-Metal DAS angesagte Ding war (jaja, verurteilt mich, ich war einer dieser komischen Limp Bizikt / Linkin Park / Korn Fans ;) ) und alle Pedale die ich kannte waren sehr dynamisch und man konnte jeden Ton raushören wenn man die Saiten verzerrt anspielte. „Fuzz? Das ist doch der komische Lärmbrei, oder?“ war die gängige Überzeugung.

Naja, nach ein paar Minuten herumexperimentieren mit den Einstellungen kam dann allmählich ein Aha-Effekt. Der Ton kann von warm, fett bis zu trocken/steril alles ziemlich gut. Natürlich kann man keine Dimebag Darrell Powerriffs à la „Cowboys from Hell“ spielen, aber wer das von diesem Pedal erwartet ist bei der Recherche sowieso irgendwo ganz falsch abgebogen. Am meisten Spaß macht es die Gitarre runter zu stimmen und langsame, dröhnende Riffs zu spielen; Sustain bis die Haare bluten! =)

Das einzige Manko ist das etwas billig wirkende Gehäuse, aber was soll’s, man kann nicht alles habe. Die Größe ist auch etwas ungewohnt, ich sehe es aber eher als positiven Aspekt – so tritt man nach zwei, drei Bier nicht einfach daneben!

Fazit: Ich mag DDR Schrankwände, und den Big Muff auch!

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